Der Ursprung des Wortes ist nicht geklärt. Vermutlich leitet es sich von assyr. sarpu her und gelangte über Thrakien in den slawischen und germanischen Sprachraum. Von den Germanen wurde das helle Metall silabra genannt, was mhd. zu Silber wurde. Die ursprüngliche Bedeutung war aufgrund des Aussehens des Metalls vermutlich „weiß-glänzend“.
S. wurde bei den Sumerern, in der Antike und bis zur spätmittelalterlichen Alchemie mit dem Mond und damit auch mit dem weiblichen Prinzip in Verbindung gebracht (im Gegensatz zum männlichen, sonnenhaften Gold). Dass dem Gold ein höherer Material- und Symbolwert zugeschrieben wurde, veranschaulicht die ägptische Mythologie, derzufolge die Knochen der Götter aus S. und ihr Fleisch aus Gold bestand. Auch die Redewendung „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ bringt dies zum Ausdruck.
Die dem alten Orient und der Antike vertraute lunare Bedeutung des S.s findet sich ebenso in Altmexiko, wo es bei den Azteken als Ausscheidung der Mondgottheit galt. In den christlichen Psalmen (12,7) wird das Wort Gottes mit geläutertem S. verglichen. Und wie das Gold auf die Sonne und Christus hindeutet, verweist das Silber auf den Mond und Maria als Reinheitssymbol.
Das chemische Zeichen des S.s (Ag) leitet sich von seiner lateinischen Bezeichnung Argentum ab, das auf griech. argyros (weiß-metallisch) zurückgeht. Das alchemische Zeichen wiederum ist der Halbmond und stand der Sonne und somit dem Gold gegenüber. Unter den sieben Metallen der Alchemisten nahm S. einen herausragenden Platz ein und wurde, wie die übrigen Metalle auch, nicht als ein Element gesehen, sondern als Verbindung der vier aristotelischen Elemente (Erde, Wasser, Luft, Feuer). Wenn im Kleinen Werk (Opus minor) der mittelalterlichen Alchemisten die Herstellung von Silber (Argyropoia) auch als eigenständiges Ziel betrachtet wurde, so stellte es dennoch nur eine Stufe auf der Leiter des Opus magnum dar, dessen weitergehende Ziele die Darstellung des Goldes und letztendlich die Gewinnung des Steins der Weisen waren.
In der Magie wurde S. vor allem zur Herstellung von Amuletten und Talismanen verwendet, weil es die bösen Dämonen vertreiben sollte. Gegen Vampire konnten nach mittelalterlichem Volksglauben z.B. nur aus Silber gefertigte Kugeln etwas ausrichten. S. ist zudem ein altbekanntes Heilmittel, das Mikroorganismen tötet, für den Menschen jedoch ungefährlich ist. In der magischen Szene ist S. nach wie vor das beliebteste Metall zur Herstellung von Schmuckgegenständen.
Lokaler Suchagent
Translator
Themenkatalog
Artikel
Beati e Santi
Bücher
Burkhard Heim
Glossar: Ethik
Glossar: Paranormologie
Paranormologie
Selige Heilige
Zeitschrift: GW
Zeitschrift: ETHICAAUDIOTHEK
Resch: Predigten
Resch: Radio VatikanVIDEOTHEK
Resch: Spuk
Außerk. Erf.: Experiment
Ekstase: Marija, Medjugorje
Gemeinschaften: Umbanda
Hypnose: Zahnbehandlung
Levitation: Levitation Owaku
Spritismus: Spiritistische Sitzung
Psychokinese: Kulagina
Trance-Chirurgie: Dr. DeQueiros
Verfluchung: VoodooritualNeuere Bücher
Auch das könnte interessieren
- Geister
- Grabtuch und Schleier
- Inselbegabungen
- Kosmologie
- Leben und Tod
- Marienerscheinungen
- Mystik