Sievers, Marie von

(* 14.03.1867 Włocławek, Polen; † 27.12.1948 Beatenberg, Schweiz), russisch-deutsche Schauspielerin, Theosophin bzw. Anthroposophin, Freimaurerin. Nach berufsbedingt öfterem Umzug der Familie Schulbesuch an verschiedenen Orten, auch in Sankt Petersburg, dann Lehrerin bei Nowgorod, 1894 wieder in Sankt Petersburg. 1895-97 Schauspielunterricht in Paris, 1899 Übersiedlung nach Deutschland. In Berlin Mitglied der Deutschen Theosophischen Gesellschaft und erster Kontakt mit Rudolf Steiner. Sie wurde seine Sekretärin, ab 1914 seine zweite Ehefrau und nach dessen Tod seine Nachlassverwalterin. Übersetzerin einiger Werke von Edouard Schurè ins Deutsche. 1908 Gründung des Philosophisch-Theosophischen Verlages in Berlin, der 1913 in „Philosophisch-Anthroposophischer Verlag“ umbenannt und nach Dornach in die Schweiz verlegt wurde.

Lit.: Wiesberger, Hella: Marie Steiner von Sievers. Dornach 1956, 1989; Aus dem Wirken von Marie Steiner. Gesammelte Aufsätze (hrsg. v. Edwin Froböse). Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung. Dornach, 1951; Die Anthroposophie Rudolf Steiners. Einleitungen und Vorworte zu den Erstveröffentlichungen von Rudolf Steiners Werken (Gesammelte Schriften; 1). Dornach, 1967.

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