Auch Sieblaufen, Siebtreiben, Siebjagen. Als Koskinomantie schon in der Antike bekannt, weissagte man durch S. im Mittelalter bis in die Neuzeit hinein, um z.B. einen „Schuldigen“ zu finden. Die Praxis des S.s konnte sich zwar in Einzelheiten unterscheiden, blieb aber in den Grundzügen überall gleich. Häufig erwähnt wurde es in literarischen Werken des 16. und 17. Jahrhunderts.
Als Gottesurteil spielt das Sieb in vielen Mythen eine bedeutende Rolle. So mussten Frauen ihre Unschuld häufig dadurch beweisen, indem sie mit einem Sieb Wasser schöpften. Wenn dabei kein Tropfen verloren ging, wurde das so gedeutet, als habe Gott für sie gesprochen.
Das eigentliche S. als Orakel verlief z.B. folgendermaßen: Ein Mehl- oder Haarsieb wurde zwischen die Schneiden zweier großer Scheren geklemmt. Zwei Personen hielten die Scheren nur mit ihrem Mittelfinger an der Stelle, die das Sieb in der Waagerechten hielten. Dann mussten sie bestimmte Zauberworte sprechen und daraufhin die Namen der Verdächtigen nennen, die alle dabei sein mussten. Fiel der Name des Schuldigen, sollte das Sieb zittern, wackeln oder sich drehen.
Das Verfahren konnte auch angewendet werden, um herauszufinden, wo etwas verloren gegangen oder versteckt war. Selbst zur Erforschung künftigen Eheglücks wurde es eingesetzt.
Lokaler Suchagent
Translator
Themenkatalog
Artikel
Beati e Santi
Bücher
Burkhard Heim
Glossar: Ethik
Glossar: Paranormologie
Paranormologie
Selige Heilige
Zeitschrift: GW
Zeitschrift: ETHICAAUDIOTHEK
Resch: Predigten
Resch: Radio VatikanVIDEOTHEK
Resch: Spuk
Außerk. Erf.: Experiment
Ekstase: Marija, Medjugorje
Gemeinschaften: Umbanda
Hypnose: Zahnbehandlung
Levitation: Levitation Owaku
Spritismus: Spiritistische Sitzung
Psychokinese: Kulagina
Trance-Chirurgie: Dr. DeQueiros
Verfluchung: VoodooritualNeuere Bücher
Auch das könnte interessieren
- Geister
- Grabtuch und Schleier
- Inselbegabungen
- Kosmologie
- Leben und Tod
- Marienerscheinungen
- Mystik