Serapis

Auch Sarapis, gräzisierte Form des Namens Osiris-Apis; Bezeichnung eines bedeutenden Gottes, der frühestens unter dem aus Mazedonien stammenden König Ptolemaios I. (um 367-283 v. Chr.) in das ägyptische Pantheon eingeführt wurde, um Ägypter und Griechen seines Reiches kultisch zu einen.
In seinem Wesen vereinigt S. Züge des Osiris mit jenen der griechischen Götter Pluton (Unterwelt) und Zeus (Allgott).
Als Herr der Fruchtbarkeit trägt er auf Abbildungen eine von Ähren umwundene korbähnliche Kopfbedeckung (kalathos), unter der links und rechts je ein Widderhorn erscheint, was auf eine Verbindung des griechischen S. zum ägyptischen Amun verweist, der auch als Widder dargestellt werden kann. Auch wird er in seinen Kultbildern ikonografisch als ein Vorläufer des Christus Pantokrator (Weltherrscher) angesehen. Von seinem Tempel, dem Serapeum, in Alexandria aus verbreitete sich der Kult über das gesamte römische Reich.

Lit.: Lurker, Manfred: Lexikon der Götter und Symbole der Alten Ägypter. Frankfurt/M.: Fischer, 2005.

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