(* 19.07.1759 Kursk; † 14.01.1833 Sarow), hl., bürgerlicher Name Prochor Moschnin; charismatisch begnadeter Mönch und Thaumaturg der russischen Kirche (Vision, Kardiognosie). Seine Eltern hatten die Bauaufsicht über die Kirche der Muttergottes von Kazan. So war sein Leben schon von Jugend an marianisch ausgerichtet. 1778 Eintritt in das Kloster an der Sarowka. Nach einem Einsiedlerleben in den Wäldern mit einer Marienvision anlässlich einer Erkrankung an Wassersucht trat er 1786 in den Mönchsstand. 1793 Priesterweihe durch Erzbischof Feofil der russischen Kirche; führte danach drei Jahre (1807-1810) ein Leben als Stylit (Säulensteher) in völligem Schweigen. Nach seiner Rückkehr in das Kloster (1810) lebte S. über 15 Jahre in strenger Klausur. Ab 1825 wirkte er als Starez mit Prophezeiungen und Krankenheilungen und wurde vom Volk schon zu Lebzeiten als Heiliger verehrt. 1990 Wiederauffindung seiner Reliquien, die 1991 feierlich in das Kloster Diveyevo überführt wurden. Heiligsprechung 1903 durch die Russisch-Orthodoxe Kirche.
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