Senkowski, Ernst

Prof. Dr. (* 04.11.1922 Hamburg; † 13.04.2015 Neunkirchen-Seelscheid, Deutschland), Pionier der Instrumentellen Transkommunikationsforschung.
S. machte 1941 an der Staatlichen Oberrealschule St. Georg das Abitur, um anschließend als Praktikant im Maschinenbau und in der Funktechnik zu arbeiten. 1942-1945 wurde er im Kriegsdienst dem Heeresnachrichtenwesen zugewiesen.
Nach der Gefangenschaft studierte S. an der Universität Hamburg Experimentalphysik. 1954 wurde er Assistent am II. Physikalischen Institut der Universität Mainz. 1958 erfolgte die Promotion, 1959 wurde er Unesco-Experte für Physik am National-Research-Center in Kairo, 1961 Dozent für Physik und Grundlagen der Elektrotechnik an der Rheinischen Ingenieurschule, später Abteilung Bingen, der Fachhochschule Rheinland-Pfalz.
1974 begann S. ein intensiveres Privatstudium grenzwissenschaftlicher Fragen mit Schwerpunkt Paraphysik. Ab 1977 folgten unabhängige experimentelle Untersuchungen des Phänomens elektromagnetisch akustischer Stimmen, die als Beginn einer technisch gestützten Transkommunikation zwischen verschiedenen Ebenen menschlichen Bewusstseins betrachtet wurden.
Am 17. Oktober 1984 wurde S. zum Präsidenten von IMAGO MUNDI ernannt. Er widmete sich fortan der Erforschung der Tonbandstimmen und wurde so zum Pionier der Instrumentellen Transkommunikation (Electronic Voice Phenomenon, EVP), wie er seine Arbeit nannte. S. zählte sich zu jenem Forscherkreis, der die Tonbandstimmen als „Botschaften von Drüben“ und damit als Jenseitskontakte interpretierte.
Dank seiner naturwissenschaftlichen Ausbildung war es ihm jedoch möglich, über das Anhören der Stimmen hinaus auch technisch an das Phänomen heranzugehen, um jegliche ungewollte und artifizielle Fremdeinwirkung auf die Experimente auszuschließen. Wenngleich er selbst von der Echtheit und Qualität einer Vielzahl der mittels Tonband und Videorekordern aufgezeichneten Informationen in Ton oder Bild überzeugt war, präsentierte er die Ergebnisse seiner Arbeit nie als eindeutigen Beweis für das Jenseits, sondern stets als Indiz und deutlichen Hinweis darauf, dass mit dem Tod nicht alles vorbei ist und unser Bewusstsein denselben überdauert.

W. (Auswahl): Instrumentelle Transkommunikation. Frankfurt/M.: R.G. Fischer, 1995; Eine Rückschau: Gedichte eines Lebens. Frankfurt/M.: Ed. Fischer, 2012.

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