Selene

Die „Glänzende“, „Strahlende“ (griech. selas, Licht, Glanz; mene, Mond), griechische Mondgöttin (Personifizierung des zunehmenden Mondes), Schwester des Sonnengottes Helios, die in einem von zwei Pferden gezogenen Wagen oder selbst auf einem Pferd reitend ihre Bahnen am Himmel zieht.
Die Gestaltveränderungen der Göttin (Mondphasen) brachte man im Volksglauben schon früh mit dem Werden und Vergehen, mit Wachstum und Fruchtbarkeit, mit Gesundheit und Krankheit in Verbindung.
S. galt auch als Schutzherrin der Zauberer, die für ihre Tätigkeit (Sammeln und Trocknen der Zauberkräuter) das Mondlicht bevorzugt haben sollen. Die Römer setzten sie mit Luna gleich.
Der Synkretismus der hellenistischen Zeit ließ S. mit Artemis, Hekate und anderen Göttinnen verschmelzen.

Lit.: Hunger, Herbert: Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Wien: Brüder Hollinek, 81988; Gordon, Richard L.: Selene, in: Der Neue Pauly (DNP9, Bd. 11. Stuttgart: Metzler, 2001, Sp. 353-354.

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