Sédir, Paul

Pseud. für Ivan Leloup (* 02.01.1871 Dinan/Frankreich; † 03.02.1926 Paris), Okkultist, Magier, Rosenkreuzer-Schriftsteller, sein Pseudonym (ein Anagramm von frz. désir, Begierde, Lust) wurde vom befreundeten Papus für ihn ausgewählt. Vgl. dazu Louis Claude de Saint-Martins Werk Lʼhomme du désir.
S. war ein Schüler des französischen Okkultisten Philippe Nizier-Anthelme, Mitglied des Ordre Kabbalistique de la Rose-Croix, befreundet mit Stanislas Guaita; Mitglied des 1891 gegründeten Le Supreme Conseil de LʼOrdre Martiniste; Schriftleiter von Le Voile dʼIsis (1910-12); Schüler des frz. Frauenarztes Gérard Encausse; Begründer der Amitié spirituelle.
Später wandte sich S. dem Christentum wieder zu und lehrte ein „Esoterisches Christentum“. Unter diesem Titel erschien auch eine Werkausgabe in deutscher Sprache, hrsg. v. Willy Schrödter, im Reichl Verlag der Leuchter.

W. (Auswahl): Lettres magiques, Paris 1903; Le Fakirisme indou. Paris 1906; Histoire et Doctrines des Rose Croix, 1910; Les Rose-Croix. Paris 1953.
Lit.: Hentges, Ernst: Sédir ‒ sein Leben, sein Werk. Zentralblatt f. Okkult. 21 (1927) 2, 73-78; ders.: Sédir ‒ sein Leben, sein Werk. Gnostika 9 (2005) 30, 82-97.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.