Zahl des Maßes und der Vollkommenheit. Im römischen System wurde ein Fuß (pes) aus vier Handbreiten (palmae), eine Handbreit aus vier Fingern gebildet, so dass der Fuß 16 Finger umfasst. Ein ähnliches System kannten die Griechen.
Die Inder hatten seit ältesten Zeiten eine Vorliebe für die Zahl 16. So wurde die indische Rupie ursprünglich in 16 Anna eingeteilt. Mit der Einführung des dezimalen Währungssystems 1957 wurde die Anna als Münznominal abgeschafft.
Die Veden kennen sechzehnfache Beschwörungen, und laut Chandogya-Upanishad, einer der frühesten Upanishaden des Hinduismus, besteht der Mensch aus 16 Teilen. Es ist die Rede von 16 Schönheitszeichen der idealen Frau und 16 Schmucksstücken für sie. Ebenso werden bestimmte Versformen in 16 matra, Silbereinheiten, eingeteilt.
Eine ikonische Darstellung zeigt die indische Göttin Durga mit 16 Armen, wobei sie verschiedene Attribute trägt, die ihre verschiedenen Fähigkeiten und Kräfte zum Ausdruck bringen sollen.
Nicht zuletzt seien in diesem Zusammenhang auch die 4 x 4 philosophischen Elemente der Rosenkreuzer erwähnt.
Lit.: Endres, Franz Carl: Das Mysterium der Zahl: Zahlensymbolik im Kulturvergleich. München: Hugendubel, 1990.