Sechstes und siebtes Buch Mose

Ein angeblich auf eine verschollene hebräische Vorlage zurückgehendes Zauberbuch, von dem seit Ende des 18. Jahrhunderts verschiedene Versionen erfunden wurden ‒ teils von Buchhändlern, die sich davon ein Geschäft versprachen.
Das Werk zerfällt, dem Titel entsprechend, in zwei Teile. Während im ersten erläutert wird, wie man einen Zauberstab anfertigt, Luzifer beschwört, Gespräche mit Toten führt u.Ä., beschränkt sich der zweite, umfangreichere, Teil auf bekannte Volksweisheiten und falsch verstandene Zaubersprüche und -heilmittel.
Mit dem biblischen Moses hat das Werk nichts zu tun. Der Titel versucht lediglich, die Kraft des Mose zu implizieren, als er die ägyptischen Zauberer besiegte (Ex 7,8).

Lit.: Bauer, Wolfgang (Hrsg.): Das Sechste und Siebente Buch Mosis, sein wahrer Wert und was das Volk darin sucht. Berlin: Karin Kramer-Verlag, 1996; Koch, Kurt E.: Wider das 6. und 7. Buch Mose. Schwäbisch Gmünd: Bibel- und Schriftenmission Koch, 2002.
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