Auch Reginald Scott (* vor 1538; † 09.10.1599), ein dem Hexenwesen gegenüber skeptisch eingestellter britischer Autor, Arzt und Schriftsteller. Nach Studien in Oxford lebte er zurückgezogen in Smeeth und widmete sich okkulten Studien. In seiner Schrift The Discoverie of Witchcraft (1584), die er unter dem Eindruck der Hexenhinrichtungen in Kent (1582) verfasste, zeigt S. die Absurditäten des Hexenwahns auf und macht die kirchliche Inquisition dafür verantwortlich. Er beschreibt diverse Tricks der angeblichen Zauberer, darunter auch das „Enthauptungsexperiment“ des Zauberers Kingsfield von 1582, das dieser in London vorgeführt hatte. Ebenso berichtet S. über die Zusammensetzung und Wirkung der Hexensalbe. Auf der Kupferplatte des vermutlichen Grabes von S. in der Marienkirche in Brabourne wird sein Name mit „Scott“ geschrieben, wie es auch seine Vorfahren gehandhabt hatten.
Der englische König James I. (1566-1625) ließ nach seiner Thronbesteigung 1603 alle erreichbaren Exemplare des genannten Buches verbrennen, da er ein Befürworter der Hexenverfolgung war und 1597 eine eigene Gegenschrift verfasst hatte.
W.: The Discoverie of Witchcraft (Detectio artis magicae), 1584, Ndr. 1964.