Scintilla

Bezeichnet in metaphorischer Sprache das Ur-Licht, den unsagbaren Grund des Menschen, der letztendlich in Einheit mit dem Absoluten gesehen wird.
Der Begriff meint den „Funken der Seele“, des „Geistes“, der „Vernunft“ bzw. parallel dazu das „Verborgene des Geistes“, die „Spitze des Geistes“, das „Höchste der Seele“, den „Seelengrund“ oder die „Burg der Seele“.
Ihre Ursprünge hat die Beschreibung des Phänomens im Abendland in der griechischen Philosophie der Antike. Durch die Vermittlung des Neuplatonismus wurde es zu einem zentralen Thema der mittelalterlichen Mystik.

Lit.: Hof, H.: Scintilla animae. Lund, 1952; Metzler Lexikon Philosophie. Hrsg. Prechtl, Peter/Burkhard, Franz-Peter. Stuttgart/Weimar: J.B. Metzler, 2008.
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