Im paranormologischen Sinn ein Zeichen in der Hieroglyphenschrift der Ägypter, das schon in den Pyramidentexten des Alten Reiches erscheint. Es handelt sich dabei um einen schwarz ausgefüllten Kreis, der zunächst für Begriffe wie „Tod“ oder „Feind“ steht, später aber auch für Wörter wie „Gruft“, „Loch“ oder „Höhle“. In selteneren Fällen bezeichnet der schwarze Kreis auch die Unterwelt (dat) oder den Schatten.
Zur Definition des Schw.n L.es gehört, dass es alles einsaugt und nichts wieder entlässt. Die Vorstellung eines alles verschlingenden Abgrundes tritt seit der Amarnazeit (um 1350 v. Chr.) im Bild des „Totenfressers“ zutage, eines aus Löwe, Krokodil und Nilpferd zusammengesetzten Untiers, das neben der Waage des Totengerichts den Höllenrachen verkörpert, der allen droht, welche die letzte Prüfung durch das jenseitige Gericht nicht bestehen.
Vom „Verschlingen“ ist in den Unterweltsbüchern oft die Rede. Die Unterwelt ist demzufolge eine Sphäre, die wie ein Schw. L. alles verschlingt.
Lit.: Schabert, Tilo/Hornung, Erik (Hrsg.): Strukturen des Chaos. München: Fink, 1994.