Schwan

Gilt als Seelenvogel. Aufgrund des weißen Gefieders und seiner edlen Gestalt ist er ein Symbol des Lichts, der Anmut und Reinheit und war dem Apollon heilig.
Der Name leitet sich vermutlich von dem indogermanischen Wort suen ab, das für „rauschen“ und „tönen“ steht und ein Hinweis auf die auffallenden Fluggeräusche dieser Vögel ist. Im Ausdruck „schwanen“ (ahnen) klingt die antike Vorstellung nach, der Singschwan (Cygnus musicus) besitze die von Apollon verliehene Gabe der Weissagung.
Der Sch. spielt auch eine Rolle in Literatur und Musik. Man denke an das berühmte Stück „Der sterbende Schwan“ zur Musik von Camille Saint Säens, das Ballett „Schwanensee“ von Peter I. Tschaikowsky oder an die Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner, wo ein Sch. den Nachen des geheimnisvollen Ritters Lohengrin zieht.

Laut einem alten griechischen Mythos stimmen Schwäne vor ihrem Tod angeblich noch einen traurigen Gesang an, weshalb man das letzte Werk eines Musikers oder Dichters „Schwanengesang“ nennt.

Lit.: Cassel, Paulus: Der Schwan in Sage und Leben: eine Abhandlung. Berlin: Verlag der Hofbuchhandlung von Paul Gerh. Heimersdorff, 3., erw. Aufl. 1872; Armstrong, E.A.: The Symbolism of the Swan and the Goose. London, 1945.
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