Im früheren Sprachgebrauch schriftlich fixierte und weiterentwickelte Zauberformel. Zugrunde lag ihm die Vorstellung von der magischen Kraft der Worte. In Zeiten von Not und Gefahr, vor allem während Kriegen, waren Sch.e weit verbreitet. Der Zauberspruch sollte im Sch. zur bleibenden Kraft werden, indem der Mensch das beschriebene Blatt bei sich trug oder ‒ was die Verbindung noch verstärken sollte ‒ sogar verschluckte. Sch.e wurden auch gedruckt. Um den Sch. als Segensmittel sicher zu erhalten, wurde er mitunter in einer versiegelten Glasröhre aufbewahrt.
Lit.: Bächtold-Stäubli, Hanns (Hrsg.): Handwörterbuch des Deutschen Aberglaubens, Bd. 7. Berlin u.a.: Walter de Gruyter, 1987, Sp. 1384.