Schreiber, Klaus

(* 1920, † 07.01.1988), der früher beruflich als Feuerschutz-Techniker in Aachen tätige S. wurde als Entdecker der paranormal entstandenen Fernsehbilder („Videobrücke zum Jenseits“?) bekannt. Motiviert durch die Suche nach einem Jenseitskontakt mit seiner 18-jährig verstorbenen Tochter Karin und anderen verstorbenen Verwandten entwickelte der offenbar medial Begabte nach langwierigen, erfolglosen Versuchen ein High-Tech-Verfahren zur vermeintlichen Transkommunikation. S. experimentierte anfangs mit Tonbandeinspielungen zwecks Aufnahme von Botschaften Verstorbener, entwickelte jedoch ab 1982 über „jenseitige“ Hinweise ein Verfahren zur Sichtbarmachung von Fernsehbildern durch optisches Rückkopplungsverfahren und Aufzeichnung auf Videorekorder. Am 30.09.1985 konnte er erstmals Bilder von Verstorbenen auf dem Bildschirm sehen und erkennen. S. arbeitete auch mit Dipl.-lng. Martin Wenzel zusammen, der als anfänglicher Skeptiker später selbst experimentierte und Transkommunikationsbilder erhielt. Allerdings entsprechen einige der umstrittenen Bilder auf dem Bildschirm früheren Filmszenen (z.B. von Wolfgang Kieling († 1985) wie aus der ZDF-Serie Schwarzwaldklinik; oder die Profilaufnahme von Romy Schneider entspricht der Szene aus „Das Mädchen und der Kommissar“ von 1973). S.s Versuche wurden auch in der Fernsehsendung „Unglaubliche Geschichten“ des Senders RTL Luxemburg am 14.03.1987 vorgeführt. Auf dem Band war ein Mönch zu sehen, in dem manche den 1955 verstorbenen Abt Alois Wiesinger zu erkennen glaubten. Ähnliche TV-Experimente unternahm der Wiener Amateurforscher Reiterer.

Lit.: Vgl. dazu Senkowski, E.: Instrumentelle Transkommunikation. Frankfurt/M.: R.G. Fischer, 1989 (*1990, 31995), sowie „Ein Fenster ins Jenseits“, in: Chr. Bieberger/A. Gruber/G. Hasmann: Spuk in Wien. Ueberreuter, 2004.
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