Schott, Heinz Gustav

Dr. med. Dr. phil., geb. 8. August 1946 in Bergzabern (Rheinpfalz), Studium der Medizin und Philosophie in Heidelberg, Glasgow (Schottland) und München, 1974 Approbation als Arzt; an der Universität Heidelberg 1974 Promotion zum Dr. med., 1978 zum Dr. phil. Anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Freiburg i.Br., Habilitation 1982, Ernennung zum Professor 1985; von 1987 an Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Medizin an der Universität Bonn und bis zu seiner Emeritierung 2016 Direktor des dortigen Medizinhistorischen Instituts.
Forschungsschwerpunkte und Publikationen: Geschichte der Psychiatrie und Psychotherapie, Medizin der Goethezeit, traditionelle westliche Heilkonzepte; zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften und Sammelbänden, u.a. zur Geschichte der Psychiatrie und Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Sigmund Freud sowie zur Medizin zwischen Aufklärung und Romantik mit dem Schwerpunkt Franz Anton Mesmer, Forschungsprojekte zur Naturphilosophie des Paracelsus und zu den historischen Wurzeln „unkonventioneller“ Heilmethoden der sog. Alternativmedizin.
Sch. ist Autor mehrerer medizinhistorischer Monografien und Träger des Justinus-Kerner-Preises.

W. (Auswahl): Zauberspiegel der Seele: Sigmund Freud und die Geschichte der Selbstanalyse (1985); Franz Anton Mesmer und die Geschichte des Mesmerismus (Hrsg., 1985); Die Chronik der Medizin (Bildband, 1993).
Lit.: Formen der Geistheilung in Geschichte und Gegenwart, in: Andreas Resch: Paranormologie und Religion (Imago Mundi; 15): Innsbruck: Resch, 1997, S. 323-341.
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