Scholz, Heiner

15-jähriger Junge, der 1965 im Mittelpunkt außergewöhnlicher Vorgänge in Bremen-Vahr stand. Dort waren in der Porzellanabteilung eines Geschäfts in Gegenwart des Jungen Porzellanwaren im Wert von ca. DM 5000.- buchstäblich von den Regalen „gesprungen“. Die Vorfälle wurden von Mitarbeitern des Freiburger Instituts für Grenzgebiete der Psychologie 1965 untersucht, mit dem Ergebnis, dass der Junge, wahrscheinlich frustriert durch die als ihn ablehnend empfundene Familie, eine destruktive Aggressivität entwickelte, welche, vermutlich durch den Schock einer mehrstündigen psychologischen Untersuchung, in psychokinetische Manifestationen umschlug. Heiner Sch. stand einige Wochen stationär unter psychiatrischer Beobachtung, wobei sich die Phänomene unter den Augen von Psychologen und Psychiatern in vergleichbarer Weise fortsetzten. Der Junge kam zu Pflegeeltern. An seinem neuen Arbeitsplatz ereigneten sich, teils in Anwesenheit von Mitarbeitern des Freiburger Instituts, weitere Phänomene bis Juni 1967.

Lit.: Mischo, J./Timm, U./Vilhjálmsson, G.: A Psychokinetic Effect Personally Observed (The Bremen Boy), in: Inst. f. Grenzgeb. d. Ps., Frbg. (Hrsg.), 1968; Bonin, Werner: Lexikon der Parapsychologie. Bern/München: Scherz, 1976; Bender, Hans/Mischo, Johannes: Das „Geständnis“ des Heiner Scholz: Dokumentation zu einer Kontroverse um außergewöhnliche Vorgänge in Bremen-Vahr und Freiburg im Breisgau 1965/66. Zeitschrift für Parapsychologie und Grenzgebiete der Psychologie 20 (1978) 4.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.