Schneider, Alex

Prof. Dipl.-Ing. (* 09.05.1927 St. Gallen, Schweiz; † 10.10.2012 ebd.), weit über seine Heimat hinaus bekannter und geschätzter Physiker und Pionier der Grenzgebiete der Wissenschaft.
Nach dem Abitur studierte S. Elektrotechnik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Nach einigen Jahren Industriepraxis unterrichtete S. ab 1960 31 Jahre lang Mathematik und Physik an der Kantonsschule St. Gallen. Damit war die Möglichkeit eröffnet, sich intensiver mit Randgebieten der Physik und Philosophie zu befassen. Ab 1972 hielt S. regelmäßige Kurse (Gymnasium St. Gallen), Vorlesungen (Hochschule St. Gallen) und verschiedene wissenschaftliche Vorträge über Parapsychologie. Kleinere Veröffentlichungen, u.a. über paranormale Tonbandstimmen, psychomotorische Automatismen, Conceptographie, Geistheilung und erkenntnistheoretische Probleme, folgten.
S. war Vizepräsident von IMAGO MUNDI, Mitbegründer der Basler Psi-Tage und 24 Jahre deren Präsident, langjähriger Präsident der „Schweizerischen Parapsychologischen Gesellschaft“ (SPG), heute PSI Forum Ostschweiz, der „Schweizerischen Gesellschaft für wissenschaftliche Forschung auf Grenzgebieten“ und des „Schweizerischen Verbandes zur Förderung natürlicher Heilverfahren“ sowie Kuratoriumsmitglied der Stiftung „Auswege“.
Bei seiner wissenschaftlichen Arbeit suchte er stets über die Grenzen des Offiziellen hinauszugehen und sah in den Grenzgebieten der Wissenschaft eine besondere Möglichkeit, die breite Öffentlichkeit mit einer bislang wenig beachteten Wirklichkeit bekannt zu machen: „Die Existenz des Paranormalen ist eine Herausforderung an unser Alltagsdenken und an die Wissenschaften. Man muss sich mit diesen unbequemen Phänomenen, die zeigen, dass unsere Weltsicht noch etwas schief und eng ist, energisch und interdisziplinär breit auseinandersetzen, aber mit der von den etablierten Wissenschaften gelernten Sorgfalt.“

Lit.: Schneider, Alex: Die paranormalen Tonbandstimmen, in: Andreas Resch (Hrsg.): Welt, Mensch und Wissenschaft morgen (Imago Mundi; 3). Innsbruck: Resch, 2. Aufl. 1984, S. 99-120.
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