Schmidt, Karl Otto

(* 26.01.1904 Laboe/Kiel; † 21.12.1977 Reutlingen, Deutschland), Pseud. Hilarion, esoterischer Schriftsteller, Esperantist, Lebensberater, Anhänger der sog. Neugeistbewegung, Redakteur der Zschr. Unity (ab 1969 Ja) und Hrsg. der 1923 gegründeten Neugeist-Zeitschrift Die weiße Fahne. 1970 ging diese in der Esotera des Hermann Bauer Verlages auf. Schon unter Dr. Viktor Schweizer (1872-1935) war S. Mitarbeiter des Johannes Baum Verlages, den er ab 1938 ‒ nach dem plötzlichen Tod Schweizers († 15.11.1935) durch Selbstmord oder Ermordung durch das NS-Regime ‒ gemeinsam mit Otto Orlowsky (1894-1967) bis zur gewaltsamen Auflösung am 15. Juni 1941 weiterführte. S. war eine Zeitlang auch im KZ Welzheim; nach Kriegsende Stadtbibliothekar in Reutlingen.
Von 1930 bis 1969 war S. Distriktspräsident des Internationalen Neugeist-Bundes (International New Thought Alliance ‒ INTA) für Deutschland, Österreich und die Schweiz. 1970 wurde er Präsident der Liga für universale Religion und 1972 auch Vorstand der Freien Christlichen Volkskirche. Für seine Verdienste als Schriftsteller wurde S. 1971 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

W. (über 100): Neugeist im Alltag: Selbst- und Lebensbemeisterung durch Gedankenkraft. Pfullingen, 1925; Bhagavad Gita: Das Hohelied der Tat. Pfullingen, 1940; Wir leben nicht nur einmal: Rückerinnerungen an frühere Leben im Lichte der Schicksalsforschung. Berichte und Tatsachen. Büdingen-Gettembach, 1956; Gelnhausen, 1962; Lao-Tse: TAO-TEHKING. Weg-Weisung zur Wirklichkeit. Pfullingen/Württemberg: Baum-Verlag, 1961; Neugeist als Lebensmacht: eine Einführung in Wesen und Wollen der Neugeist-Bewegung. Pfullingen, 1966.
Lit.: Heller, Wolfgang: Karl Otto Schmidt, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL), Bd. 9. Herzberg, 1995, Sp. 463-468.
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