Schlangenprobe

Praxis in bestimmten Pfingstkirchen, vornehmlich in den Bergen des Südostens der USA. Die Handhabung von Schlangen während eines ekstatischen Zustands soll den eigenen Glauben und die Besessenheit vom Heiligen Geist versinnbildlichen. Ein solcher Umgang mit Schlangen ist erstmals für das Jahr 1909 als Teil des geistlichen Amtes von George Hensley (1881-1955) aus Tennessee dokumentiert. Ab 1949 wurden Gesetze dagegen verabschiedet.
Auskunft über Kirchen mit Sch. zu bekommen, ist schwierig, weil sie nur dann öffentliche Aufmerksamkeit erregen, wenn Bisse gemeldet werden. Diese kämen angeblich selten vor, werden aber oft als wünschenswert betrachtet
‒ als Beweis dafür, dass die verwendeten Schlangen tödlich sind.
Inspiriert ist diese Praxis von den biblischen Worten bei Markus, dass „diese Zeichen denen folgen, die glauben: in meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Zungen sprechen, sie heben Schlangen auf, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nicht schaden“ (Mk 16,17-18).

Lit.: La Barre, Weston: They Shall Take Up Serpents: Psychology of the Southern Snake-Handling Cult. Waveland Print Inc., 1992; Burton, Thomas G.: Serpent-Handling Believers. University of Tennessee Press, 1993.
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