Schlag, Oscar R.

(* 22.03.1907 Osterhofen bei Landshut/Bayern; † 29.1l.1990 Zürich), Grafologe, Schriftsteller, Trance-Medium, 1927 Assistent und Medium bei Schrenck-Notzing in München, 1930 Übersiedlung nach Zürich. Mitbegründer der „Schweizerischen Parapsychologischen Gesellschaft“; von ihm stammt der Ausdruck „Grenzgebiete der Psychologie“; Mitglied der FM-Loge „Sapere aude“ in Zürich (1948) sowie der Schweiz. Hermetischen Ges.; 1932 Studium der Psychologie, der Grafologie (bei Max Pulver), Ausbildung als Psychotherapeut bei Oskar Pfister. Ab 1938 hielt S. auch Vorlesungen am Institut für Angewandte Psychologie in Zürich. Dem sich seit 1939 bildenden medialen Kreis um S. gehörten namhafte Persönlichkeiten an (Bleuler, Bernoulli, Pulver u.a.). Seine medial ‒ angeblich von einem jenseitigen Kommunikator namens A(tman Anupadaka) ‒ empfangenen Botschaften durften erst postum veröffentlicht werden. Seine spezialisierte, 26.000 Bände umfassende Esoterik-Bibliothek vermachte S. der Zentralbibliothek Zürich.

W.: Von alten und neuen Mysterien. Stäfa: Rothenhäusler, 1995; Die Lehren des A., hrsg. u. kommentiert von Antoine Faivre und Erhart Kahle unter Mitarbeit von Annelis Bergmaier. Würzburg: Ergon-Verlag (seit 1998); Reflexionen über Kabbala und Tarot. Würzburg: Ergon, 2000.
Lit.: Wissende Eingeweihte und Verschwiegene. Ausstellungskatalog der Zentralbibliothek Zürich, 1986; Nachruf in Zeitschrift für Menschenkunde (1991) 1; Mulacz, Peter: Oscar R. Schlag. JSPR 60 (1995) 89, 263-66.
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