Schaudevotion

Der Begriff wurde von dem deutschen Historiker Anton Mayer-Pfannholz (1891-1982) eingeführt. Man versteht darunter die hoch- und spätmittelalterlichen Bestrebungen, durch das öffentliche Zeigen bzw. Schauen z.B. des Allerheiligsten oder das Berühren von Reliquien eine besondere Nähe zu Christus oder den betreffenden Heiligen zu gewinnen. Dies führte u.a. letztlich zum Wegfall von Altarvelen und zur Entstehung von Monstranzen und Ostensorien.

Lit.: Mayer, Anton L.: Die heilbringende Schau in Sitte und Kult, in: Heilige Überlieferung. Festschrift für Ildefons Herwegen. Münster, 1938.
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