Römisches Fest mit karnevalesken Zügen, das für gewöhnlich vom 17. bis 19. Dezember gefeiert wurde. In diesem Zeitraum schien die gesellschaftliche Ordnung ausgesetzt, die Sklaven waren den Herren gleichgestellt. Anders als in den aristokratischen Häusern, wo die Festzeit zu gelehrten Gesprächen genutzt wurde, waren die privaten Gastmähler von exzessiven Trink- und Essgelagen und dem Vortrag von Spottgedichten und Rätseln geprägt. Die Kleidung wich von der normalen Alltagskleidung ab, das sonst verbotene Würfelspiel war erlaubt, Geschenke wurden ausgetauscht. Die S. wurden bis weit in die Spätantike hinein gefeiert. > Saturn.
Lit.: Döpp, Siegmar (Hrsg.): Karnevaleske Phänomene in antiken und nachantiken Kulturen. Trier: WVT, 1993.