Sannyāsin

(Skrt. sannyāsa, Entsagung), jemand, der der Welt entsagt hat, in völliger Besitzlosigkeit lebt und nur auf die Verwirklichung der Befreiung (moksha) ausgerichtet ist. Unter „Besitzlosigkeit“ ist hier nicht nur die totale materielle Armut gemeint, sondern auch das, was die christliche Mystik „Armut im Geiste“ nennt, d.h. die Freiheit von dualistischen Vorstellungen wie Gut und Böse, Ab- und Zuneigung usw. Nach brahmanischem Ideal sollte jeder Brahmane sein Leben als S. beenden.

Lit.: Nityamanda Giri, S.: Sannyāsa im Hinduismus. Dialog der Religionen 6 (1996).
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