Samuel, Alice, John und Agnes

(† 1593), die sog. „Hexen von Warboys“, wurden im Prozess von 1593 in Huntingdon/England der Verhexung der fünf Töchter des wohlhabenden Gutsherrn Robert Throckmorton sowie eines Mordes durch Hexerei bezichtigt und gehängt. Die Töchter dürften an epileptischen Anfällen gelitten haben.
Der Fall gehört zu den bekanntesten Hexenprozessen in der englischen Geschichte und zeigt die Leichtgläubigkeit des Gerichts, das die unsinnigen Aussagen der jungen Mädchen akzeptiert hatte. Selbst die Leiche der gehängten Alice Samuel wurde noch entkleidet und dem Volk das angebliche Hexenmal („Saugwarze“) als Beweis gezeigt.
Die damalige Situation ebnete den Weg für den Erlass des Hexengesetzes 1604, das für alle überführten und verurteilten Hexen die Todesstrafe forderte.

Lit.: Almond, Philip C.: „The Witches of Warboys: A Bibliographical Note“. Notes and Queries. Oxford University Press. 52 (2005) 2, 192-193.
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