Samsara

(Skrt., Zusammenfluss), Durchwandern von Orten oder Zuständen, indischer Terminus für das Überwechseln der Lebewesen in immer neue Existenzen („Wiedergeburtskette“), Daseinskreislauf.
Der Ursprung der indischen Lehre vom S. ist umstritten. Es gibt allerdings Anhaltspunkte dafür, dass eine diesbezügliche Vorstellung dass der Verstorbene z.B. nach einem Aufenthalt im Jenseits in der eigenen Familie als Enkel oder Urenkel wiedergeboren wird auch außerhalb Indiens nicht unbekannt war.
In diesen sich ständig wiederholenden und als leidvoll empfundenen Vorgang der Wiedergeburten ist nach indischer Vorstellung jedes Wesen eingebunden. Es kann sich daraus nur befreien, indem es den Erlösungsweg der einzelnen religiösen oder philosophischen Schulen verfolgt, was in der Regel dadurch geschieht, dass es sich durch adäquates moralisches Verhalten von Geburt zu Geburt auf die Erlösung hinarbeitet.

Lit.: O’Flaherty, W.D. (Hrsg.): Karma and Rebirth in Classical Indian Tradition. Delhi, 1983.
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