Heiliges Mahl in Indien. Der Priester oder Magier wird bei der Einweihung eines Hauses, einer Hochzeit oder auch bei einer Erkrankung oder Beschwörung böser Geister eingeladen. Er nimmt in der Mitte des Raumes Platz, in dessen Zentrum ein magischer Kreis gezogen ist und nach vier Seiten hin bestimmte Speisen aufgestellt werden. Je nach Zweck werden verschiedene Sorten von Weihrauch abgebrannt und entsprechende Handhaltungen (mudras) vorgenommen. Das Ganze spielt sich innerhalb eines sog. Mandalas ab, und die Beschwörungsformeln richten sich nach den vier Quadranten des Kreises, die je nach Zweck der Handlung verschiedene Bedeutung haben. Die Teilnehmer an dem magischen Ritual bilden den äußeren Kreis, der Magier isst von den geweihten Speisen und reicht diese an die Anwesenden weiter. Man könnte von einer Art Liebesmahl sprechen.
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