Salter, Helen de G. Verrall

(* 04.08.1883 Cambridge; 22.04.1959), kritische britische Gelehrte, Frau von William Salter und prominentes Mitglied der SPR. Sie spielte eine bedeutende Rolle in einer Serie von Kreuzkorrespondenzen.
Schon in ihrer Kindheit machte S. paranormale Erfahrungen mit ihrer medial begabten Mutter und wurde wie sie ein Sprech- und Schreibmedium. Die Annahme einer Telepathie unter Lebenden zur Erklärung der automatischen Schriften sei nicht auf alle Fälle zutreffend, da kein Automatist irgendeine Ahnung hat, welche Botschaften schlussendlich in den gesammelten verteilten Informationen enthalten sein werden. Helen S., W. Salter, Margaret Verrall waren mit anderen diesseitigen weiblichen Personen Teil eines groß angelegten Experiments zum empirischen Nachweis einer Kommunikation mit Jenseitigen (E. Gurney † 1888, H. Sidgwick † 1900, F.W.H. Myers †1901). Die Experimentatoren waren sämtlich Mitglieder der SPR: Alice Johnson, J.G. Piddington, G.W. Balfour, Oliver Lodge, Mrs. E.M. Sidgwick. Dieses Experiment zur Kreuz-Korrespondenz (die verteilten Botschaften ergaben erst in ihrer Zusammensetzung einen Sinn) begann 1901 und dauerte 31 Jahre; die Teilnehmer waren verteilt auf USA, England und Indien.

Lit.: Broad, C.D.: Obituary: Mrs. W.H. Salter. JSPR 40 (1959),129-136; Braude, Stephen E.: Immortal Remains: The Evidence For Life After Death. Lanham, MD: Rowman & Littlefield, 2003.

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