Salomon

Legendärer König Israels (10. Jh.), war schon in der Antike als großer Magier und Geisterbeschwörer bekannt, weshalb ihm auch der magisch-astrologische Text des hellenistischen „Testamentum Salomonis“ zugeschrieben wurde.
Mehrere Zauberbücher berichten davon, dass Gott dem S. vom Engel Raphael einen Zauberring mit Siegel überbringen ließ, der ihm die Kraft verleihen sollte, die Armeen der Dämonen zu befehligen. Der magische Siegelring mit dem Davidsstern (Hexagramm), der nach hermetisch-magischer Spekulation aus den Symbolen der Elemente Erde, Feuer, Luft und Wasser zusammengesetzt sei und damit die Vereinigung aller Gegensätze wiedergeben soll, spielt sowohl in der Kabbala und im Talmud als auch bei den Alchemisten und in den Rosenkreuzerüberlieferungen eine Rolle.
In der Steinmetzenüberlieferung gilt S. als der größte Bauherr der Hl. Schrift. So haben ihn auch viele deutsche Dome in ihrem Bildschmuck verewigt. Durch seine Verknüpfung mit der Bausage der Freimaurer ist S. in den Ausschmückungen derselben von großer Bedeutung. So tritt er in den Hochgraden wiederholt als handelnde Ritualperson auf. Im Schwedischen Ritus der FM gilt der oberste Würdenträger als Vertreter König S.s auf Erden, was in der Bezeichnung Vicarius Salomonis zum Ausdruck kommt.
S. wurden auch einige apokryphe Werke sowie magische Traktate und Zauberbücher zugeschrieben.

Lit.: Kreuzer, Siegfried: Salomo, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL), Bd. 8. Herzberg: Bautz, 1994; Finkelstein, Israel/Silberman, Neil A.: David und Salomo: Archäologen entschlüsseln einen Mythos. München: Beck, 2006.
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