Salige

Auch Salkweiber oder Salaweiber genannt, sind vorwiegend Gestalten der alpenländischen Sagenwelt und wohl das Pendant zu den nordischen Elben. Sie werden auch Wald- oder Bergfrauen geheißen und wohnen angeblich im Berginneren, wo sich ihr riesiges Reich erstrecken soll. Sterblichen soll es nur selten vergönnt sein, ihren Aufenthaltsort zu betreten. Wird einer für würdig erachtet, hat er darüber Stillschweigen zu bewahren, ansonsten der Zorn der S.n über ihn kommen werde.
Die saligen Fräulein oder Frauen werden als menschenscheue, jedoch hilfsbereite und weise Geschöpfe beschrieben, die, solange sie von den Wilden Männern in Ruhe gelassen werden, Wälder und deren Tiere hüten. Wiesen und Felder lassen sie gedeihen, helfen den Bauern bei der Ernte, beim Melken, Spinnen und Weben. Auch kennen sie sich in der Kräuterheilkunde aus und holen Verirrte auf den rechten Weg zurück.
Das Wort „salig“ kommt aus dem Norwegischen und bedeutet „glückselig“, im Schwedischen und Dänischen „gesegnet“.

Lit.: Haid, Hans: Mythen der Alpen: von Saligen, Weißen Frauen und Heiligen Bergen. Wien: Böhlau, 2006; Paregger, Moidi/Risé, Claudio: Die Saligen: Kraft und Geheimnis des Weiblichen („Donne selvatiche“). Bozen: Edition Raetia, 2009.

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