(Lat. Salii), zu einer Bruderschaft (sodalitas) zusammengeschlossene Priester, die, in zwei Gruppen aufgeteilt, den Kult des Mars betrieben: eine von ihnen verehrte den Gott auf dem Palatin, die andere auf dem Quirinal.
An der Spitze der einzelnen Bruderschaften von je 12 Priestern stand ein magister. Ihre Aufgaben bestanden darin, die zwölf Heiligen Schilde (ancilia) zu bewachen und die Jahreszeit der Kriegsführung (März bis Oktober) feierlich zu eröffnen und zu beschließen. Die Feste im März umfassten das Inbewegungsetzen der ancilia, Pferderennen (die Equirria), die Reinigung der Waffen (armilustrium) und ein vom „König der Opfer“, dem rex sacrorum, vollzogenes Opfer. Zum Abschluss im Oktober gab es weniger prächtige Zeremonien: Reinigung der Waffen sowie Abhaltung eines Wagenrennens mit Zweigespannen, wobei das rechte Pferd des siegreichen Wagens dann geopfert wurde.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zogen die S. in einer besonderen Tracht (kurze Tunika, Rüstung und kegelförmige Mütze) mit den ancilia durch die Stadt, sangen ein schwieriges Lied (carmen saliare) und führten einen Kriegstanz auf (tripudium). Der Name der S. ist nicht zuletzt abgeleitet von saltare (tanzen).
Im römisch-deutschen Reich des 10. bis 12. Jahrhunderts trug ein ostfränkisches Adelsgeschlecht den Namen „Salier“.
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