Magister Georgius Sabellicus Faustus iunior, wie er sich selbst auf einer Visitenkarte bezeichnete, war in Erfurt sehr bekannt. Er hielt an der dortigen Universität Vorlesungen und machte sich durch seine Tricks und magischen Spiele in der Öffentlichkeit zum bevorzugten Gesprächsthema.
S. lebte ungefähr zur gleichen Zeit wie Dr. Johann Georg Faust (1480-1540), der J.W. von Goethe den Stoff für seinen Dr. Faustus lieferte. Er bezeichnete sich als unübertroffenen Magier, bewandert in Astrologie, Chiromantie, Pyromantie, Hydromantie und Nekromantie, ohne jemals Beweise dafür zu liefern, so dass er wohl für einen Scharlatan gehalten werden darf.
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