Runolfsson, Runolfur

Genannt „Runki“, isländischer Seemann, der sich 1938 nach seinem Tod angeblich als Drop-In bei einer Séance meldete. Seinen Namen nannte er nicht, sondern verwies nur wiederholt darauf, dass er auf der Suche nach seinem Bein sei, das sich im Meer befinde. 1939 stieß ein ein gewisser Ludvik Gudmundsson zum Kreis und wurde daraufhin von R. gezielt angesprochen. Letzterer erzählte, dass er nach einer Zeche mit Freunden am Strand eingeschlafen, in das Meer gespült worden und dort ertrunken sei. Seine sterblichen Überreste habe man gefunden und in einem nahe gelegenen Friedhof bestattet. Sein Oberschenkelknochen fehle jedoch. Gudmundsson erfuhr durch Befragen der ältesten Dorfbewohner, dass man vor langer Zeit aus unerfindlichen Gründen einen großen Schenkelknochen in die Innenwand des von ihm bewohnten Hauses gesetzt habe. Nach Aufbrechen der Mauer wurde der Knochen tatsächlich gefunden.
Der Fall ist insofern bemerkenswert, als es keinen lebenden Menschen gab, dessen Gedanken das Medium hätte lesen können. Auch meldete sich der Seemann ungefragt von selbst und beharrte so lange auf seinem Ansinnen, bis die Sache erledigt war.

Lit.: Hoffmann, Arne: Lexikon des Jenseits. Güllesheim: Silberschnur, 2005.
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