Rudra

(Skrt., „der Heulende“, „der Brüllende“, „der Rote“), die Etymologie des Wortes ist umstritten; als Jäger auftretender furchterregender Sturmgott des alten vedischen Volksglaubens, der mit Furcht, Zerstörung und Wut assoziiert wird und als geschickter Bogenschütze Mensch und Vieh mit seinen Geschossen Unheil bringt. R. verkörpert die zerstörerische Macht von Blitz und Donner, seine Gestalt wird als blendend, kupferfarben und rötlich beschrieben. Es folgen ihm heulende Hunde und Heerscharen von Toten. Seine Söhne werden manchmal als Rudras bezeichnet.
Daneben hat R. auch noch den Aspekt der Fruchtbarkeit, des Allgemeinwohls und der Heilung. In nachvedischer Zeit wurde er zunehmend mit Shiva gleichgesetzt.

Lit.: Arbman, Ernst: Rudra: Untersuchungen zum altindischen Glauben und Kultus. Diss., Univ. Uppsala, 1922; Oldenberg, Hermann: Rudra, in: Die Religion des Veda. Darmstadt, 1970.

Setze ein Lesezeichen für den Permalink.