Roswell-Zwischenfall

(Engl. Roswell incident), Bezeichnung des Absturzes eines angeblich außerirdischen unbekannten Flugobjekts (UFO) im Juni/Juli 1947 in der Nähe der Kleinstadt Roswell im amerikanischen Bundesstaat New Mexico. Skeptiker sprechen vom „Roswell-Mythos“ bzw. von der „Roswell-Legende“. Die US-Luftstreitkräfte gaben 1994 die Erklärung ab, dass es sich bei den gefundenen Trümmerteilen um mit Schallsensoren ausgestattete Wetterballons gehandelt habe, deren Eignung zum Aufspüren sowjetischer Atomtests 1947 in Alamogordo, New Mexico, unter strengster Geheimhaltung getestet worden war.
Autoren wie Charles Berlitz machten den Vorfall durch Bücher weltweit bekannt. Darin wurde kolportiert, dass die US-Regierung damals ein außerirdisches Raumschiff sowie Leichen außerirdischer Lebewesen gefunden, heimlich untersucht habe und seitdem versteckt halte. Daran knüpften zahlreiche weitere Bücher und Science Fiction-Filme an.
Auch der Apollo 14-Astronaut
Edgar Dean Mitchell (1930-2016) äußerte sich später zum UFO-Phänomen und vertrat dabei die Hypothese der Existenz von Außerirdischen. Er sprach in diesem Zusammenhang von Kontakten, die er aufgrund seiner Astronautenlaufbahn in Militärkreisen gehabt habe, wo auch der R.-Zwischenfall zur Sprache gekommen sei.

Lit.: Randle, Kevin D./Schmitt, Donald R.: Die Wahrheit über den UFO-Absturz bei Roswell. Rottenburg: Kopp, 1998; Carey, Thomas J./Schmitt, Donald R.: The Roswell Incident: An Eyewitness Account. Rosen Pub Group, 2011.
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