Rosmarin

Gewürzpflanze aus der Familie der Lippenblütler, in der Antike vor allem als Zierpflanze und zum Kränzebinden verwendet; von den Griechen aufgrund der stark duftenden Blätter libanotis (libanos, Weihrauch) genannt und daher bevorzugt als Ersatz für den kostbaren Weihrauch gewählt. Die Römer verwendeten R. für Brandopfer zu Ehren der Götter. Auch war die Pflanze der Liebesgöttin (Aphrodite/Venus) geweiht, was dazu führte, dass Liebende zur Bekundung ihrer Gefühle einander R.-Zweige schenkten. Heute noch gilt R. als Zeichen der Freundschaft.
Im Totengedenken fand der R. ebenso seinen Platz. Auf ein Grab gepflanzt, sollte damit die Unsterblichkeit der Seele zum Ausdruck kommen.
Die Kräuterbücher des 16. Jh. nannten R. als Zier- und Arzneipflanze. Arzneilich fand er vor allem Anwendung zur Stärkung des Gedächtnisses, als Vorbeugungsmittel gegen die Pest sowie als Gegengift.

Lit.: Wichtl, Max (Hrsg.): Teedrogen und Phytopharmaka: ein Handbuch für die Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage. Stuttgart: Wiss. Verlagsges., 2002.

Setze ein Lesezeichen für den Permalink.