Rosenkreutz, Christian

(Angebl. 1378-1484), legendärer Gründer der Rosenkreu(t)zer, soll gegen Ende des 14. Jh. eine Wallfahrt nach Jerusalem unternommen haben und auf seinem Weg in Damaskus und später in Fez in die uralten Geheimnisse und Erkenntnisse der Araber eingeweiht worden sein. Wieder in Deutschland habe er schließlich mit drei Klosterbrüdern und vier weiteren Personen die Bruderschaft der Rosenkreuzer gegründet mit dem Ziel, die Kirche zum Urchristentum zurückzuführen und in Staat und Kirche die menschliche Wohlfahrt zu begründen.
Während Rudolf Steiner sich überzeugt davon gab, dass sich in R. 1459 „eine hohe spirituelle Individualität“ inkarnierte, betrachtet ihn die Geschichtswissenschaft als rein mythisch-fiktive Figur.

Lit.: Johann Valentin Andreä: Die Chymische Hochzeit des Christian Rosencreutz, gedeutet und kommentiert von Bastiaan Baan. Stuttgart: Verlag Urachhaus, 2001; Wehr, Gerhard: Christian Rosenkreuz: Urbild und Mysterium der Rosenkreuzer. Frankfurt/M.: Edition Pleroma; 2008; Saether, Jostein: Christian Rosenkreutz und die islamische Welt ‒ 400 Jahre Fama Fraternitatis. Hamburg: Tredition, 2015.
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