Rosarium Philosophorum

(Rosengarten der Weisen), lateinisches Werk aus dem 13. Jh. über die Stufen der spirituellen Alchemie, das Arnald von Villanova (1240-1311) zugeschrieben wird. Anonym im Druck veröffentlicht wurde es erstmals 1550. Das mit 20 allegorischen Holzschnitten illustrierte Werk beschreibt einen zehnstufigen Weg zur Herstellung des Lapis Philosophorum (Stein der Weisen). Im Text diskutieren darüber die beiden arabischen Alchemisten Geber und Calidus sowie der Mathematiker und vielseitige Gelehrte Tuirba. Dabei wird nicht nur auf äußere Praktiken verwiesen, sondern ‒ symbolisch verschlüsselt ‒ vor allem der Weg der inneren Wandlung aufgezeigt.
1578 erschien eine tschechische Übersetzung, im 18. Jh. die heute in Glasgow erhaltene englische Übersetzung.

C.G. Jung versuchte später in seinem Buch The Psychology of the Transference ‒ The Practice of Psychotherapy eine Deutung dieses inneren Weges.

Lit.: Myliu, Johann Daniel: Rosarium Philosophorum: of the De Alchemia Opuscula. Theophania Publishing, 2011; Alchemische Vereinigung: Das ,Rosarium Philosophorumʽ und sein Besitzer Bartlome Schobinger. Chronos, 2014; Jung, C.G.: Studien über alchemistische Vorstellungen. Gesammelte Werke, Bd. 13.

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