1864 von dem Laienbruder Eugène Eyraud entdeckte Kerbzeichen der Osterinsel-Kultur auf hölzernen Tafeln und Stäben. Die 25 bekannten Objekte zeigen ca. 12.000 Zeichen. Das System besteht aus 100 Grundzeichen, aus denen sich 1500 bis 2000 Variationen bilden lassen. Bisher sind alle Entzifferungsversuche gescheitert. Erste Versuche gab es 1869, weitere folgten zwischen 1958 und 1990 durch den deutschen Ethnologen Thomas S. Barthel.
Neueren Untersuchungen zufolge handelt es sich bei R. nicht um Texte, sondern um Symbole für Planeten, Sterne, Winde, Himmelsrichtungen, den Mond, die Milchstraße usw. In der Geschichte der Schrift sind solche astronomische Notationen einmalig. Möglicherweise waren die Zeichen als Navigationshilfe im pazifischen Raum gedacht.
Markant für R. ist, dass es sich um eine Bustrophedon-Schreibweise handelt, d.h., die Schriftrichtung wechselt mit jeder neuen Zeile.
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