Rollans, Robert

(* 29.01.1914 Campina, Rumänien; † 02.03.1993), Schreibmedium, Sohn eines deutschen Arztes. Von Beruf Komponist, nahm R. mit 33 Jahren an einer spiritistischen Sitzung teil. Einige Monate später wurde er von einem medialen Schreibzwang befallen, wobei sich zunächst sein acht Jahre zuvor verstorbener Bruder und Arzt Robi meldete, später auch sein Vater. Spektakulär waren die Idee und die komplizierte Durchführung eines medialen Schachspiel-Experiments mit dem 1951 verstorbenen ungarischen Schachgroßmeister Géza Mároczy und dem irdischen russischen Schachpartner Kortschnoi unter Kontrolle von Dr. Eisenbeiss über R. als Medium. R. und Kortschnoi kannten sich nicht. ‒ NB: Das Spiel zog sich sieben Jahre und acht Monate hin (11.06.1985-11.02.1993). Mároczy hat es mit dem 48. Zug verloren.

Lit.: Schiebeler, Werner: Leben nach dem irdischen Tod. Melsbach/Neuwied: Verl. Die Silberschnur, 1989; Eisenbeiss, Wolfgang: „Geisterschach mit Viktor Kortschnoi“. Materialdienst der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (1987) 11, S. 325; Schiebeler, W.: Schachspiel mit einem Verstorbenen. Wegbegleiter (2001) l, S. 11ff.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.