Rodríguez, Alonso

(* 25.07.1531 Segovia; † 31.10.1617 Sevilla), spanischer Jesuit, Laienbruder, Mystiker, heilig 1887 (Fest: 31. Oktober).
R. trat 1571 als Laienbruder in den Jesuitenorden ein und wurde dann in das Kolleg Monte Síon nach Palma di Mallorca versetzt, wo er bis zu seinem Lebensende als Portier tätig war. Er lebte in ständiger Einheit mit Gott und widmete jede freie Minute dem Gebet. In den letzten Jahren erlebte er auf seinem spirituellen Weg eine lange Periode der Isolation und der inneren Trockenheit, zudem wurde er von großen Versuchungen geplagt. Trotz allem widmete sich R. nach wie vor seinen Aufgaben, in der Hoffnung, dass Gott ihm wieder die Freude des Gebets schenken werde. So kam es. Er erhielt so viele Gnadenerweise, dass er mit seinem inneren Auge Jesus und Maria wahrnahm, als ob sie anwesend wären. Leute aller Schichten suchten bei ihm Rat und Trost. Sein bedeutendster Schüler war der hl. Petrus Claver, der auf seine Anregung hin darum bat, in die Missionen nach Südamerika geschickt zu werden, wo er sich dann den Titel „Apostel der Schwarzen“ erwarb.
Auf Geheiß der Oberen verfasste R. mehrere „Autobiographische Memoiren“, die er von 1604 bis 1616 niederschrieb.

Lit.: Casanovas, Ignacio: Der heilige Alfons Rodriguez, Laienbruder aus der Gesellschaft Jesu: eine Blüte spanischer Mystik. Freiburg i.Br.: Herder, 1925; San Alonso Rodríguez, coadjutor temporal de la Companía de Jesús. Barcelona: Editorial Balmes, 1947.
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