Robin, Marthe

(* 13.03.1902 Châteauneuf-de-Galaure, Frankreich; † 06.02.1981 ebd.), „Stigmatisierte von der Drôme“, jüngstes von sechs Kindern einer armen Bauernfamilie; Mystikerin (seit 2. Februar 1930), Visionärin (Marienerscheinungen), Voraussage kommender Katastrophen, Dienerin Gottes, Kapuzinerterziarin. R. besuchte die Schule in Châteauneuf, erkrankte an Typhus, im Nov. 1918 Lähmung infolge Erkrankung an lethargischer Enzephalitis. Am 25. März hatte sie eine Vision Mariens als Lichterscheinung. Sie vollzog die Weihe als Liebesopfer im Okt. 1925; erlitt Angriffe des Teufels. 1930 erhielt sie die Stigmen von Jesus durch eine sich teilende Feuerlanze. R. lebte 50 Jahre lang ohne Schlaf und Nahrung, empfing nur einmal in der Woche die hl. Kommunion, die sie ohne Schluckbewegung aufnahm, weil ihre Muskulatur seit dem 20. Lebensjahr gelähmt war. Ab 1928 waren ihre Beine, 1929 auch ihre Arme und Hände gelähmt. Ihrer Initiative verdankt sich das Entstehen des Werkes „Foyer de la Charité“ unter Mithilfe von Père Finet (Zeitschrift LʼAlouette), das erste wurde am 7. September 1936 gegründet. Der Seligsprechungsprozess wurde 1986 durch den Bischof von Valence, Msgr. Marchand, eröffnet, Diözesanprozess am 27.05.1996 in Châteauneuf abgeschlossen. Paranormale Phänomene: Levitation, Kardiognosie.

Lit.: Peyret, Raymond: Martha Robin. Das Kreuz und die Freude. Stein am Rhein: Christiana, 21988; Bruder Ephraim: Martha (das eine oder andere, was ich von ihr weiß). Münsterschwarzach: Vier-Türme-Verlag, 1992.
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