Ringger, Peter

Dr. (* 01.02.1923 Zürich; † 15.03.1998) Parapsychologe, Autor und Redakteur.
R. studierte Germanistik in Zürich, Genf, Innsbruck und promovierte 1948. Schon früh beschäftigte er sich mit psychologischen und parapsychologischen Studien und fungierte ab 1950 acht Jahre lang als Herausgeber der von ihm ins Leben gerufenen Zeitschrift Neue Wissenschaft. 1952 gründete er die Schweizer Parapsychologische Gesellschaft (SPG) und stand ihr auch als erster Präsident vor.
R. war auch Teilnehmer an den Séancen von Einer Nielsen in Kopenhagen. Im Zuge der Aufarbeitung des Nachlasses von Dr. Guido Huber († 1953) stieß er auf dessen Arbeiten über die psychische Wirkung bestimmter Pflanzendrogen (Soma, Peyotl, Meskalin, Haschisch). Davon fasziniert unternahm er im Hinblick auf die Gesundheit bedenkliche Selbstversuche. In der Folge war er genötigt, die Leitung der SPG 1957 an seinen Vizepräsidenten Dr. Hans Nägeli-Osjord zu übergeben, der sie ab 1958 definitiv weiterführte. Das von R. seinerzeit bearbeitete und an Prof. Hans Bender übergebene Manuskript von Fanny Moser über Spukphänomene wurde leider nicht publiziert, sondern blieb verschollen.
R. verfasste mehrere Bücher und Schriften. Leider musste er sich aus Krankheitsgründen allzu früh aus der parapsychologischen Forschung zurückziehen. Mit ihm verlor die Parapsychologie einen ihrer großen Pioniere.

W.: Das Problem der Besessenheit (1953); Parapsychologie, die Wissenschaft des Okkulten (1957), Zürich/Stuttg.: Claassen, 1972; Das Weltbild der Parapsychologie. Mit e. Vorw. von Gebhard Frei. Olten/Freiburg i.Br.: Walter, 1959.
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