Ring, Thomas

(* 28.11.1892 Höfen-Muggenhof bei Nürnberg; † 24.08.1983 Schärding, Oberösterreich), Maler, Grafiker, Astrologe, Philosoph, Pionier einer modernen, humanistischen und ganzheitlichen, von ihm so genannten „revidierten Astrologie“, Gegner eines astrolog. Determinismus. Nach dem freiwilligen Einsatz im Ersten Weltkrieg 1920 Heirat mit Gertrud Schröder (1897-1945) in Berlin. 1927 Mitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands, 1932 Emigration nach Österreich. Es kam zu Problemen mit der NS-Regierung. Durch Vermittlung von Hans Bender wurde R. Direktor des Paracelsus-Instituts in Straßbourg; sodann durch die Alliierten lagerinterniert und 1946 Flucht nach Graz, Österreich. Zweite Heirat mit Irmtraut Bilger (1910-l999); 1949 österr. Staatsbürger, 1952 Übersiedlung nach Luchle in den Schwarzwald, 1962 nach Stettenfels bei Heilbronn. R. hinterließ mehrere aufgrund seiner Sprache anspruchsvolle Werke. Tod infolge Blinddarmentzündung, Grabstätte am Evangel. Friedhof in Graz-St. Peter. 1978 wurde zur Wahrung und Verbreitung seiner Gedankenwelt die Thomas-Ring-Stiftung in Zürich ‒ mit heutigem Sitz in Luzern ‒ ins Leben gerufen.

W.: Menschentypen in Bildern des Tierkreises gespiegelt. Leipzig: R. Hummel, 1939; Der Mensch im Schicksalsfeld. Stuttgart: DVA, 1941; Die Astrologische Menschenkunde, 4 Bde., 1956-1973, Neuaufl. Tübingen: Chiron, Bd. 1-3 2002; Bd. 4 2005; Existenz und Wesen aus kosmologischer Sicht. Freiburg i.Br.: Aurum, 1975; Kosmische Signaturen des Lebens. Zürich: Thomas-Ring-Stiftung, 2001.
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