Ring, Kenneth

(* 13.12.1935 San Francisco, USA), Psychologe und Parapsychologe.
R. promovierte 1963 in Sozialpsychologie zum Dr. phil. an der Univ. von Minnosota, emeritierte dort 1994 als Prof. für Psychologie, um dann bis 1996 als Professor em. auf dem Gebiet der Nahtoderfahrung zu arbeiten.
R. ist Mitbegründer und ehem. Präsident der International Association for Near-Death Studies (IANDS). Nach Lektüre des Buches von R. Moody, Life after Life, begann er 1977 als einer der ersten Wissenschaftler, die Nahtoderfahrungen (NDE) zu untersuchen. Gemeinsam mit Sharon Cooper von der New Yorker Universität gab er das Buch Mindsight heraus (1999). Aufgrund von Befragungen erbrachte er dabei zudem den Nachweis, dass Blinde in einer Außerkörperlichen Erfahrung oder Nahtoderfahrung sehen können. Ein dokumentierter sensationeller Fall ist jener der blind geborenen Vicki Umipeg (* 1950), die im Brutkasten eine zu hohe Dosis Sauerstoff erhalten hatte, sodass ihr Sehnerv zerstört wurde. Dennoch konnte sie in einem außerkörperlichen Zustand sich selbst und andere sehen. Blind Geborene haben jedoch keine optischen Träume.

W.: Life at Death (1980); Heading Toward Omega (1984); Den Tod erfahren, das Leben gewinnen. Bern: Scherz, 1985; The Omega Project (1992); Ring, Kenneth/Sharon Cooper: Mindsight. Near-Death and Out-of-Body Experiences in the Blind. Palo Alto, California: William James Center for Consciousness Studies, 1999; Ewald, Günter: Ich war tot. Ein Naturwissenschafter untersucht Nahtod-Erfahrungen. Pattloch: Augsburg, 2001.
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