Reliquienkult

Schon der griechische Heroenkult kannte die Verehrung von Erinnerungsstücken (wozu auch Skelettteile, Haarbüschel, Zähne, Fingernägel usw. gehörten) Heiliger oder als heilig geltender Menschen, vor allem aber ist diese Teil des budddhistischen und christlichen Heiligenkultes. Manchen Reliquien werden wunderbare Eigenschaften zugeschrieben. So soll es zuweilen zu Spontanheilungen kommen, wenn man vor ihnen betet und die Hilfe des betreffenden Heiligen erfleht. Dabei ist ein autosuggestiver Effekt, unter Umständen auch ein massenhysterisches Phänomen (Blutwunder) möglich. Dennoch sei darauf verwiesen, dass die in der Psychometrie vertretene Annahme, der Psychische Induktor trage in einer Art fluidaler Imprägnierung Spuren der Vergangenheit, z.B. seines Vorbesitzers, im R. eine gewisse Entsprechung hat.

Lit.: Bonin, Werner: Lexikon der Parapsychologie und ihrer Grenzgebiete. Bern/München: Scherz, 1976.
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