Religio

Bezeichnet das Gefühl, sich einer höheren Ordnung gegenüberzusehen, aus der man die gewissenhafte Ausübung kultischen Gehorsams ableitet. Die speziellen Bedeutungen, denen man in den Texten begegnet, wie etwa Gewissenhaftigkeit, Achtung, Ehrfurcht oder Verehrung, rühren von dieser Grundhaltung her.
Das Gegenteil von Religio ist neglegentia, die Vernachlässigung der Götter, die Nicht-Erfüllung kultischer Handlungen.

Lit.: Fredouille, Jean-Claude: Lexikon der Römischen Welt. Darmstadt: Primus, 1999.
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