Relativitätstheorie

Physikalische Theorie der hohen Geschwindigkeiten und der Anziehung von Massen. Einerseits besagt sie, dass das fundamentale Tempolimit in der Physik die Lichtgeschwindigkeit ist. Andererseits wird die Gravitation als geometrische Eigenschaft von Raum und Zeit erklärt.
Die R. besteht aus zwei maßgeblich von Albert Einstein entwickelten physikalischen Theorien: der 1905 veröffentlichten speziellen Relativitätstheorie und der 1916 abgeschlossenen allgemeinen Relativitätstheorie.
Die spezielle Relativitätstheorie beschreibt das Verhalten von Raum und Zeit aus der Sicht von Beobachtern, die sich relativ zueinander bewegen, und die damit verbundenen Phänomene. Darauf aufbauend führt die allgemeine Relativitätstheorie die Gravitation auf eine Krümmung von Raum und Zeit zurück, die u.a. durch die beteiligten Massen verursacht wird.

Die Bedeutung der Relativitätstheorien war zunächst umstritten. Der Nobelpreis für Physik 1921 wurde Einstein im Jahr 1922 für seine Deutung des fotoelektrischen Effekts zuerkannt. Allerdings sprach er in seiner Preisrede dann über die Relativitätstheorien.

Lit.: Einstein, Albert: Über die spezielle und die allgemeine Relativitätstheorie. Berlin: Springer, 24. Aufl. 2009 (1. Aufl. 1916).
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