Rejdák, Zdenĕk

(* 07.11.1934 Josefov, Tschechien; † 24.12.2004), tschechischer Wissenschaftler, Begründer der Psychotronik.
Die Bezeichnung Psychotronik führte R. 1967 ein. Die erste internationale Konferenz dazu organisierte er 1973, wo er Psychotronik als interdisziplinäres Gebiet definierte, welches die Wechselwirkungen zwischen lebenden Organismen und deren innerer und äußerer Umgebung sowie die Energieprozesse hinter diesen Wechselwirkungen untersucht. In den Forschungsbereich der Psychotronik fallen u.a. Phänomene wie Telepathie, Psychokinese und Telegnosis.
Ebenfalls 1973 gründete R. die International Association for Psychotronic Research (IAPR), zu deren Präsident er gewählt wurde. Seine Arbeit orientierte sich maßgeblich an den Forschungen des Begründers der tschechischen Parapsychologie, Břetislav Kafka.
Auf dem II. Internationalen Kongress für psychotronische Forschung 1975 in Monte Carlo legte R. in seinem Vortrag „Methodologie der Psychotronik“ besonderen Nachdruck auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit und stellte dabei folgende Grundsätze auf:
1. Die Forscher im Bereich der Psychotronik müssen die Methoden der geltenden Wissenschaften kennen und beherrschen und gleichzeitig die spezifischen Eigenheiten berücksichtigen, die das Studium der psychotronischen Phänomene mit sich bringt.
2. Wo die Methoden der geltenden Wissenschaften nicht ausreichen bzw. ihre Möglichkeiten den Phänomenen nicht gerecht werden, sind neue Methoden zu entwickeln, bei deren Anwendung die geltenden Methoden jedoch zu beachten sind.
3. Besser, als durch unzureichende und verdächtige wissenschaftliche Methoden Resultate zu verzeichnen, ist es, keine Resultate zu erzielen.
4. Die Methodologie jeder Wissenschaft, also auch der Psychotronik, muss an ein mathematisches System gebunden sein, das dem zu erforschenden Phänomen entspricht.
5. Ein Forscher mit vorgefasstem Weltverständnis sollte einerseits erkannte Fakten, die von seinem Weltbild abweichen, nicht verschmähen, und andererseits nicht aus Angst, dass sein Weltbild ernsthaft in Frage gestellt würde, an Scheinfakten kleben.
6. Man soll immer bedenken, dass jedwede Methode vom gegebenen Wissensstand abhängt und daher bei der ständigen Entwicklung von Natur und Mensch immer nur relativ sein kann.
7. Das Hauptinteresse der Psychotronik gilt den spontanen Lebensphänomenen, was stets vor Augen fuhren soll, dass Laboratoriumsmodelle und Experimente nur analoge Hilfsmodelle sein können, die dazu dienen, den natürlichen Prozessen auf den Grund zu gehen. Es sollen daher auch Methoden der Erforschung des Menschen und seiner natürlichen Eigenschaften erarbeitet werden.
8. Die Lösung wichtiger Fragen ist ohne Teamarbeit unmöglich.

W. (Auswahl): Methodology of Psychotronics. Second International Congress on Psychotronic Research. Monte Carlo, 1975, S. 1-8; Leitfaden zur Psychotronik. Prag: Gemma 89, 1991; Pater František Ferda. Prag: Eminent, 1994; Perspektiven der Telepathie (mit Karel Drbal). Prag: Eminent, 1995 (erw. Aufl. von 1970).
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.